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Mitten ins Herz (von Metal Inside)

Diese Scheibe begeistert mich, von hinten bis vorne, 13 Songs lang über die gesamte Spielzeit. FREI.WILD aus Südtirol sind eine der Truppen, die wirklich einmal in die Fußstapfen der Onkelz treten können. Der Spirit ist ähnlich, die Texte ähnlich bissig aber weniger selbstweihräucherisch, die Rock’n Roll Attitüde allgegenwärtig. Die Jungs rocken, was das Zeug hält, versprühen mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und Mikro Frische und Dynamik und haben ein Gespür für todsichere Melodien, denen man sich kaum entziehen kann.
„Mitten Ins Herz“ kann man mit Fug und Recht als Underground-Knaller bezeichnen, den sich Deutschrock Fans auf dem Einkaufszettel notieren sollten. Ob nun „Zerschlag Das Eis Deines Herzens“, „Harte Zeit“, „Das Land Der Vollidioten“ (der Text passt auch perfekt für Deutschland), „Feuer, Erde, Wasser, Licht“ (inkl. Gonzo Gedächtnis-Solo) oder „Arschloch“ – schlechte Songs haben FREI.WILD auf ihrem vierten Album nicht verbrochen, auch wenn mir vielleicht ein-zwei richtige Übersongs irgendwie fehlen. Hier gibt es Deutschrock, wie er sein soll: gerade aus, simpel, roh und auch ein wenig anstößig. Die letzte deutschsprachige Band, die ein Album solcher Qualität veröffentlicht hat, stammt. ursprünglich aus Frankfurt und existiert heute (leider) nicht mehr. Mehr muss man vorerst nicht sagen. Gute Arbeit, Jungs! (lk)

Metal Inside (Germany) - 21.04.2006



Mitten ins Herz (von Black Forces)

Ich höre euch schon schreien: "Oh nein, schon wieder eine Band, die im (abflachenden) Fahrwasser der Böhsen Onkelz ihren Erfolg sucht!". Man kann dies nicht einmal verneinen. Aber keine Panik, sie haben weit mehr zu bieten: Die Band Frei.Wild wurde 2001 gegründet - und vorwiegend Onkelz-Cover-Songs sollten gespielt werden. Erst nach und nach wurden viele eigene Songs geschrieben, die sehr Onkelz-typisch sind und in mehreren Album-Veröffentlichungen
seit der Zeit resultierten. Das neueste Objekt ist nun also "Mitten ins Herz". Man kann nachwievor nicht leugnen, dass die Onkelz den Sound der Freiwildler geprägt haben. Wenn man dem gemeinen Onkelz-Fan ans Bein pinkeln möchte, darf man sogar sagen, "Mitten ins Herz" ist das beste Onkelz-Album seit Jahren! Wer den einzigartigen Stil der Böhsen Onkelz kennt und liebt, wird hier nicht enttäuscht. In Wahrheit kann man Frei.Wild bescheinigen, näher an ihren Vorbildern zu sein als so manche "Wir-sind-so-Evil-Band". Nun ein paar Worte zur Veröffentlichungs-Politik: leider ist die Südtiroler Combo noch sehr unbekannt, so dass man die CDs vorwiegend in Nord-Italien und im Online-Shop der Band bekommen kann. In Deutschland sind die CDs noch in kaum einem Plattenladen anzutreffen. Glücklicherweise erkannten die fleißigen Mannen von EMP die Stärken der Band und nahmen zumindest das aktuelle Machwerk in den Katalog mit auf. So ist es kein großes Problem mehr, diese CD zu bekommen. Die limitierte Erstauflage kommt in einem schicken Digipak, welches von vorne bis hinten absolut professionell gestaltet und gestylet ist - mit Bonus-DVD (auf dieser sind drei Videos + ein Interview zu finden - alles etwas "einfach" produziert, aber dennoch gut und interessant). Zum Release erscheint sogar eine auf 500 Einheiten limitierte Schallplatte. Da heißt es also, nicht lange überlegen, sofort zugreifen, wenn man nicht in die Röhre schauen will. Zum Inhalt des Albums. Die CD wird mit einer treibenden E-Gitarre eröffnet und der Stil wird bis zum Schluss (nach satten 52 Minuten und 33 Sekunden) beibehalten, mal etwas bedächtiger, mal etwas härter. Wirklich jeder Song ist ein Ohrwurm und der Mitgröhlfaktor nimmt nach dem dritten Durchhören exponentiell zu. Obwohl man durch die relativ komplexen Refrains (im Vergleich zu den Vorbildern auf jeden Fall) ein wenig mehr "Übung" benötigt. Aber genau das macht natürlich auch den Reiz aus: so wird die CD nicht bereits nach dem fünften Durchlauf langweilig, sondern gibt ihre wahre Stärke erst nach und nach frei. Wer hierbei nur ruhig mit dem Fuß mitwippt, ist wahrscheinlich taub. Themenmäßig verlässt man gewohnte "Böhse" Pfade allerdings kaum. Fazit: die Erben der Onkelz wurden gefunden! Obwohl man dem Album damit Unrecht tut - es hat weit mehr zu bieten, als nur eine Böhse-Onkelz-Kopie zu sein. Auch eigenständig betrachtet, kann man den Jungs aus Brixen/Südtirol nur gratulieren. So lässt sich eine Wertung mit 9 von 10 Punkten absolut rechtfertigen. Wir wollen mehr davon!

Black Forces - Your Source of Rock & Metal (Germany) - 12.04.2006



Mitten ins Herz (von FF Südtiroler Wochenmagazin)

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Szene: Vier CDs in fünf Jahren, ein wachsender Kreis von Fans, vermehrt Konzerte in Deutschland und ein
eigenen Fanclub. Die Brixner "Frei.Wild". Dass die Band umstritten ist, weiß die Szene, wissen die Fans und wissen auch die Musiker selbst. "Frei.Wild" hängt der Ruf der Rechtslastigkeit an, und damit soll jetzt Schluss sein. Auf der Homepage sind diesbezüglich klare Aussagen zu lesen und auch auf ihrer neuen CD "Mitten ins Herz" packen sie das Thema an: "
Das Land der Vollidioten" nennt sich ein Song, in dem sie sich mit sehr klaren Worten von diversen politischen Richtungen distanzieren und darauf hinweisen, dass die von ihnen besungene Heimatliebe wohl patriotisch sein mag, aber nichts mit Rechtslastigkeit zu tun hätte. Dabei fällt auch der Hinweis, dass die Volksmusik ohne Verdacht auf Rechtslastigkeit genau dieselben Dinge besingt Was für die Ziehharmonikas gilt, gilt nicht für elektrische Gitarren. "Mitten ins Herz" ist die vierte CD, die die vier Brixner in ihrer fünfjährigen Laufbahn produziert haben. Am 22. April, haben "Frei.Wild" in der Brixner Eishalle diesen "runden" Geburtstag gefeiert. 700 Personen sind der Einladung gefolgt, darunter auch etlichle Fans aus Deutschland, für die der "Frei.Wild Supporters Club" (F.W.S.C.) mehrere Busse organisiert hatte. Stilistisch hat sich nicht viel verändert, es ist nach wie vor "Deutschrock", wie ihn etwa die "Böhsen Onkelz" erfolgreich gespielt haben, rotzig, hart und mit Punkattitüde. Aufgenommen wurden die neuen Songs im Jänner in Magdeburg, im Studio von "Asphalt-Records", dem neuen Plattenlabel der Band. Die Erstauflage von "Mitten ins Herz", übrigens auch als limitierte Vinyl-LP erhältlich, kommt stolz im Digi-Pack, mit DVD, Booklet und Bonustrack daher. Während die DVD drei Videoclips und ein Band- Interview bereit hält, das von Michael Clemenz vom "Frei.Wild Supporters Club" geführt hat, besingen sie im Bonustrack "Brixen" das Bischofsstädtchen mit kritischen Worten. Doch sollten all diese Zugaben nicht vom eigentlichen Herzstück ablenken. Die zwölf Songs von "Mitten ins Herz" sind wuchtig produziert, erzählen vom Alltag, von Befindlichkeiten und überraschen mit eingängigen Refrains. Zwar halten die Songs nicht immer das anfängliche Niveau, aber "Frei.Wild" wissen mittlerweile, wie Songs im "Deutschrock" zu klingen haben. Die Fans der Band werden das Album ohne Zweifel lieben, denn es gibt hier keinerlei Experimente, sondern nur eine Band, die langam immer besser wird. Es ist vor allem Philip Burger, der mit seiner Stimme der Band einen hohen Wiedererkennungswert verleiht . Wer das Album antesten möchte, dem empfehlen sich die vielleicht besten Songs des Albums: der Opener "Zerschlag dein Eis des Herzens", "Wie oft soll´n wir´s euch noch sagen" oder "Der aufrechte Weg". Die Erstauflage von 2000 Stück neigt sich bereits dem Ende zu, was nach nur einem Monat nach der Veröffentlichung einiges über die Popularität der Band aussagt. Der anstehende Nachdruck von "Mitten ins Herz" trifft sich demnach mit der für Anfang Juni geplanten Neuauflage der seit langem vergriffenen ersten CD "Eines Tages" (2002). Die nächsten Auftritte (in Südtirol): Pub Alcatraz (Gais) am 12. Mai und innerhalb des "Schupfe-Openairs" in Barbian am 27. Mai. Zuvor, am 6. Mai, geht jedoch erst einmal nach Deutschland, ins hessische Langgöns.

FF Südtiroler Wochenmagazin (Reinhold Giovanett) - 04.05.2006



Frei.Wild ist eine sympathische Musikgruppe aus dem schönen Süd-Tirol. Gegründet 2001, machten sie auch noch im selben Jahr mit ihrem Erstlingswerk "Eines Tages" auf sich aufmerksam. Schon 2002 folgte das weitaus bekanntere Album "Wo die Sonne wieder lacht". Das aktuelle, dritte Album, daß "Mensch oder Gott" heißt, wurde für Anfang 2004 angekündigt. Aufgrund schwerer Probleme des Labels kam das Album jedoch erst am 30. Juli beim Süd-Tirol Rockt Festival auf den Markt.
Für mich persönlich ist das "Mensch oder Gott" Album das bisher beste der Gruppe, denn sie schafften es auch diesmal sich wieder bedeutend zu steigern! Nach einem Intro und dem ersten Lied, folgt das Lied "Alkohol", daß für mich ein absoluter Gassenhauer ist. Richtig geiles Stück zum Mitsingen und Mitsaufen! Weitere persönliche Favoriten sind "Mensch oder Gott" ("Du bist gleich wie all die anderen, ein winziger Mensch. Ein Wesen, das säuft, das frißt und auch scheißt, Sauerstoff verbraucht, manchmal lacht, manchmal schreit"), daß neben einem sehr guten Text auch ne wunderbare Melodie vorzuweisen hat, die man sich immer wieder reinziehen kann. Das Lied "B.O.U.L." (Böhse Onkelz unser Leben) wird sicher viel geteilte Meinungen hervorrufen, denn mit diesen Lied bekennen sich die Süd-Tiroler zur den Frankfurter Rockern "Böhse Onkelz". Das Lied "Heimat" ist eine Hymne an das schöne Süd-Tirol, was eines der schönsten Balladen ist, die ich in der letzten Zeit gehört habe.
Insgesamt hat das Album 13 Lieder, bei denen ich noch gerne auf weitere Stücke eingehen würde, jedoch möchte ich hier nicht zu ausführlich werden. Dafür, daß das Album 13 Stücke hat fällt es jedoch insgesamt mit nicht mal 45 Minuten etwas mager aus. Das Design der Hülle ist eindeutig auf Fußball festgelegt, was man nicht so ganz nachvollziehen kann, da es kein Lied auf dem Silberling gibt, der sich mit diesem Thema befaßt (soweit ich weiß lag auch dieser "Fehler" am Label). Als Beiheft gibt es ein ausklappbares Booklet mit allen Texten, daß Grafisch recht geil aufbereitet ist. Ein kleines Osterei gibt es auch noch auf der CD. Wer die CD in seinem PC legt, wird eine Datei finden, die wohl für den DVD Spieler vorgesehen war. Wenn man diese Datei mit einem DVD Programm öffnet, bekommt man ein Musikvideo zum Gassenhauers "Südtirol" (vom Album "Wo die Sonne wieder lacht") vorgesetzt. Im großem und ganzen kann man das Album fast ausnahmslos empfehlen. Meine Wertung: 4 von 5 Punkten. Frei.Wild wird sicher noch viel von sich hören lassen! (sk)

Oi-Vision - Hardcore, Ska, Punkrock & Oi (Germany) - 03.02.2005



Another German streetpunk band singing in their native language”, was the first thing I thought when I received this CD. And I was wrong. Frei.wild is a punk band from Süd Tirol, in the German speaking northern part of Italy. This is their second album, the first one on Razorwire Records from Belgium. They play streetpunk that sounds a lot like Vogelfrei, with more melancholic Deutschrock songs that sound more like Die Böhse Onkelz.
I thought I wouldn’t really like this when I heard the first few songs, but when I heard the complete record this CD really grabbed me. This isn’t the type of music I usually listen to, but those melancholic songs are great. These songs are what I like most about this record, they are beautiful and sometimes even sound like De Frank Boeijen Groep. That might be the strangest comparision you have ever heard for a streetpunk band, but these songs really have that same sad feeling to them. The lyrics deal with light subjects like drinking beer, longing for your holiday, soccer and formula 1, but also with more serious subjects such as their home land, how money effects our lives, freedom and aids. This is a nice CD and recommended for anyone into Vogelfrei or Die Böhse Onkelz. 4 of 5 points.

Asice Hardcore E-Zine (Netherlands) - 18.01.2005



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