Menü Biografie

Biografie

Biografie

Direkt hinterm Brenner, im idyllischen Südtiroler Eisacktal, haben 2001 ein paar Jungs angefangen, Musik zu machen. Unkonventionell, bodenständig, geradlinig und ein bisschen rebellisch. Rockmusik eben.

Frei.Wild entwickelte sich ungezähmt, wie ihnen der Schnabel gewachsen war, spielte für einen Kasten Bier, produzierte im Probenraum ohne Allianzen zur Plattenindustrie Rockmusik mit deutschen Texten – laut, klar, leidenschaftlich. Geprägt von persönlichen Erlebnissen und gemeinsamen Erfahrungen, mit Schärfe kommentiert. Ein wuchtiger Mix aus hartem Deutschrock und Gänsehaut-Balladen. Songs mit Geschichten, die Mut machen, Grenzen überwinden und Hände reichen. Mit Haltung, Tiefe und der Freiheit, auch unbequem zu sein.

Frei.Wild hat mit der Direktheit der Sprache bis heute keinerlei Berührungsängste. Philipp, Jonas, Föhre und Zegga formulieren genau das, was sie auch fühlen. Und kommen damit an.

Auch auf dem deutschen Musikmarkt sprachen sich die jungen Deutschrocker aus Südtirol bald herum wie ein Lauffeuer. Die Menge begeisterte sich für den ungehobelten, selbstbewussten und urwüchsigen Charakter der Band und strömte in Scharen zu den Konzerten. Das Unverfälschte begeistert aus eigener Kraft die Massen – und machte Branchenleute sprachlos.
 
2009 stieß Frei.Wild auf ihren heutigen Band-Manager Stefan Harder. Durch den gemeinsam abgesteckten Kurs kaperte die Band mit „Hart am Wind“ endlich auch die Plattenstores und nahm auf der sich aufbäumenden Erfolgswelle richtig Fahrt auf. Frei.Wild wechselte ins Profi-Lager, die Bandmitglieder setzten alles auf eine Karte. Und die Szene verlangte nach mehr „Gegengift“ – 2010 fuhren die Südtiroler erstmals Platin ein. Auch „Feinde deiner Feinde“ (2012) reifte mit Platin und dem ersten Gold in Österreich erneut zum Chartstürmer. Als Initiator des Charity-Projekts „Wilde Flamme“ vereint Frei.Wild seit 2012 regelmäßig hochkarätige Musiker der Szene für den guten Zweck und spielt durch Benefiz-Singles wie Engel, Retter und Helden weit über 25.000 Euro an Spendengeldern ein.

In ihrer Heimat erobern sie im selben Jahr mit einem spektakulären Live-Event die Gipfel. Frei.Wild gründet 2012 mit Südtiroler Vereinen das mittlerweile größte Crossover Festival Norditaliens auf dem ehemaligen Nato-Gelände in Natz-Schabs. Die Alpen Flair-Familie rockt jährlich im Juni mit bis zu 50.0000 Besuchern unter der Fahne Südtirols.

Egal, ob Single, Studioalbum oder Live-Editions, „Durch Straßen, durch Dreck, ins Händemeer“ kämpft sich Frei.Wild Schulter an Schulter ins Bühnenlicht. Die polarisierende Band, um die nach einschneidenden Kontroversen aufgrund ihrer ersten ECHO-Nominierungen der Gegenwind immer lauter tobte, kann auch „Still“ (2013), legt 2019 „Still II“ nach, um dann wieder mit „Live in Frankfurt“ und zwei weiteren Live-Alben alle Register zu ziehen.

Frei.Wild zeigt als Gegenkultur zum etablierten Rock-Mainstream unbeugsam Haltung und Kante, bezieht weiterhin „Opposition“ (2015). „15 Jahre Deutschrock & SKAndale“ feiert 2016 als Bandjubiläum einen Meilenstein. „Rivalen und Rebellen“ eroberte 2018 als viertes Studioalbum in Folge Platz 1 der deutschen Charts und durchbrach nach nur vier Wochen die goldene Schallmauer von 100.000 verkauften Einheiten. Platin für über 200.000 verkaufte Einheiten folgte nach nicht einmal eineinhalb Jahren. Rund 330.000 Menschen besuchten die an „Rivalen und Rebellen“ anschließenden Konzerte. 13 Gold-Awards und sieben Platinauszeichnungen aus dem In- und Ausland schmückten damals bereits die Frei.Wild-Studios in Brixen. Rund 200.000 Einheiten pro Album setzte Frei.Wild ab und verkaufte Hallen mit einer Kapazität von 13.000 Besuchern aus. 2019 legte Frei.Wild mit „Unsere Lieblingslieder“ eine ebenso augenzwinkernde wie selbstironische Coversammlung auf – ein kleiner Seitenhieb an jene Bands, die sich zuvor kritisch über die Südtiroler geäußert hatten.

„Wir schaffen Deutsch.Land“ (2020) sprengte mit #1 und Platin im Rücken die Hallen. Zum 20-jährigen Bandjubiläum brach Frei.Wild mit der gleichnamigen Tour auf, die Arenen zu erobern. Die Pandemie bremste die Pläne aus – live gefeiert wurde das Jubiläum 2023 mit voller Wucht, die Tour entfesselte die aufgestaute Energie. An die Lockdown-Zeit erinnern gleich zwei Alben. „Corona Quarantäne Tape - Alles wird gut“ und „Corona Tape II - Attacke ins Glück“ setzten als Mutmacher der allgemeinen Verunsicherung Zuversicht und Aufbruchsstimmung entgegen.

Bei Frei.Wild tummeln sich Jung und Alt, Punk, Biker, Rocker und auch der ganz normale Partygänger oder Metalhead. Doch so unterschiedlich das Publikum auch sein mag – der Protest gegen gesellschaftliche Eliten, für Meinungsvielfalt und das Recht auf Unterschiedlichkeit schweißen zusammen. Jedes Konzert ein Händemeer, lauthals und textsicher mitsingend, fast so, als ob endlich jemand das ausspricht, was jeder denkt, und als ob alle durch die Band ein Ventil gefunden hätten, um das endlich herauszuschreien. Befeuert von der Wut der Auflehnung, dem Mut, ganz einfach so zu sein, wie man ist, und dem eingeschworenen Zusammenhalt der Frei.Wild-Familie.

Musik als Ausdruck von Eigenständigkeit und Lebensrealität. Jedes Live-Konzert eine Mischung aus Punk, Schlager, Rock, Bierzelt, Hymne, Feiern und Party – eine frei und wild zusammengewürfelte Gesangsstunde eben, mit allem, was Menschlichkeit ausmacht. Eine Deutschrock-Gegenkultur, deren Protest darin besteht, sich von einer künstlich und abstrakt gewordenen Gesellschaft nichts vormachen lassen zu wollen.

Mit „Immer unter Feuer“ und der gleichnamigen Tour 2026 hat Frei.Wild vielleicht sogar das markanteste Kapitel seiner Bandgeschichte geschrieben. Das im November 2025 veröffentlichte Album „Immer unter Feuer“ bescherte den Südtirolern mit Platz 1 in Deutschland bereits zum achten Mal die Spitze der offiziellen Albumcharts. Die gleichnamige große Tour, veranstaltet von Live Nation, dem international führenden Live-Entertainment-Unternehmen, füllte im Mai 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Arenen.

Frei.Wild-Frontmann Philipp Burger steht nicht nur als Sänger und Songwriter im Fokus. Er ist Zimmermann, Familienvater und Archehof-Landwirt. Seine Autobiografie „Freiheit mit Narben – Mein Weg von rechts nach überall“ (www.freiheitmitnarben.com) wurde mit Platz1 zum Spiegel-Bestseller Sachbuch. Sie reflektiert seine Jugendzeit als rechter Skin, den Ausstieg und seine persönliche Entwicklung sowie die Themen Verantwortung und zweite Chancen. Die biografische Aufarbeitung unterstreicht seinen Anspruch, Dinge offen zu benennen, statt sie zu beschönigen.

2001 um Frontmann Philipp Burger (Gesang, Gitarre) gemeinsam mit den Bandmitgliedern Christian „Föhre“ Forer (Schlagzeug), Jonas Notdurfter (E-Gitarre) und Jochen „Zegga“ Gargitter (E-Bass) gegründet, gehört Frei.Wild längst zu den erfolgreichsten Rock-Acts im deutschsprachigen Raum. Millionen verkaufte Tonträger, ausverkaufte Stadien und eine außergewöhnlich loyale Fanbase prägen ihren Weg.

Frei.Wild steht als musikalische Heimat unter der Flagge Südtirols für Deutschrock mit Haltung, Lebenserfahrung und klarer Sprache und vereint Menschen aus unterschiedlichsten Regionen, Berufen und Generationen, die sich darin wiederfinden. Wer ein Frei.Wild-Konzert erlebt, merkt schnell: Hier zählt nicht, woher jemand kommt, sondern ob man ehrlich miteinander umgeht, Respekt lebt und gemeinsam die Musik feiert. Genau diese Offenheit macht die Band und ihre Fans seit Jahren zu einer Gemeinschaft, die weit über Südtirol hinaus zusammenhält.

Frei.Wild Supporters Club e. V.