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Verbrecher, Verlierer, Stalin und der Führer - Neuer Song/Neues Video ! - „Die mächtigsten Werkzeuge der Kunst sind das Herz, der Mut und eine bissig- provokante Zunge" 01. Dezember 2021

Verbrecher, Verlierer, Stalin und der Führer - Neuer Song/Neues Video ! - „Die mächtigsten Werkzeuge der Kunst sind das Herz, der Mut und eine bissig- provokante Zunge"
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Frei.Wild 2021 zum Song „Verbrecher, Verlierer, Stalin und der Führer“.

Leute, wir haben über all die Jahre wirklich viel nachgedacht,

vor allem die letzten beiden Jahre auch viel mit Menschen gesprochen, die tiefer in die Seele des Phänomens Frei.Wild blicken wollten. Offene, kluge Menschen. Und wir ließen diese Dialoge immer gerne zu, finden diesen Austausch auch immer spannend.

Klar, und da sind sich alle einig, der Weg in die Liga derer, die sich in etablierten TV-, Radio- und Festival- Bereichen die geliebte Klinke in die Hand geben, wird Frei.Wild wohl für immer versperrt bleiben. Dafür ist das Bild, die Abneigung, sind die Geschichten und Märchen über uns, naja, eben die Situationen zu vertrackt, zu festgefahren. 

Klar, es wäre durchaus machbar, mehr Akzeptanz und dazu immer auch den notwendigen medialen Beifall zu bekommen. Oder anders, nicht abseits der journalistischen und somit letztlich auch künstlerischen Nahrungskette derer zu stehen, die sich in Deutschland „Gute Mehrheit“ nennen. Da einen (für uns aber wichtigen) Song weg lassen, da auf Knien um Vergebung betteln. Dies und Das dissen, abfucken oder bashen, im Dauerlauf Fuck AFD oder „we love Merkel“ schreien, ihr wisst schon was wir meinen. Schnell und billige Lorbeeren ernten eben. Oder gänzlich risikofreien und garantiert beklatschten Applaus einfahren, so in etwa kommt uns das immer vor. 

Wir bräuchten und müssten also nur genau auf der Seite des Stranges mitziehen, wo es gerne gesehen wird und wo tatkräftige Unterstützung auch von „Arschlöchern“ (wie wir es in deren Augen nun mal sind), belohnt wird. 
Nur, das wollen wir nicht…

Nicht, weil wir einige ihrer Feindideologien nicht auch selbst verwerflich finden. Das tun wir und das sagen wir auch durch unsere Lieder und Aussagen. Auch nicht nur, weil uns diese billig- kalkulierbaren Anti- rechts Postings mittlerweile so erzwungen vorkommen, dass sie uns in der Tat sehr oft langweilen. Uns fehlt in dieser Sache zur Veränderung der Tiefgang, die Diskursbereitschaft, der Wille verirrte Menschen AUS dem Abseits zurück IN die Mitte der Gesellschaft zu holen, statt sie noch weiter zu verjagen. Denn genau das wird dieser hasserfüllte Dauerbeschuss mit „Ihr alle seid Arschlöcher, Wichser, Verlierer“ - Parolen bringen- das Gegenteil. Außer noch tiefere Gräber wird hier schon mal gar nichts geschaffen. 
Und noch ein Grund uns nicht an diese Kette zu hängen ist Tatsache, dass wir Verallgemeinerungen grundsätzlich falsch finden und lieber von Fall zu Fall, von Thema zu Thema und selbst da, von Situation zu Situation entscheiden möchten. Auch weil wir in dieser „Vereinigung“ einfach zu viele mit Scheuklappen sehen, zu viele „Weiße Weste Träger“, auch zu viel Überheblichkeit. Das gegenseitige Überbieten an Diss- Zeilen und Handlungen erscheint uns oft wie eine gespielte Moraloper.. Und eine solche finden wir schlichtweg zum Kotzen.

Was wir vermissen ist der gesunde und respektvollen Dialog mit allen. Das Akzeptieren, dass es Menschen mit anderen Hintergründen, anderen Erfahrungen, anderem Background gibt. Eben auch Menschen mit verständlicherweise anderen Ansichten, die vielleicht oder auch mal wirklich, auf Irrwegen sind. 

Dass für das Untermauern oder das Füttern dieser eingangs erwähnten Nahrungskette selbst Gewaltandrohungen oder der Aufruf dazu, als legitimes Stilmittel angewandt werden, finden wir abscheulich, befremdlich, bekämpfenswert.

Rechts, Links, beides oder doch nur irgendwas davon. Jeder scheint diese für uns längst überholte Polit- Einordnung wie es ihm passt einzuordnen. Willkürlich. Auch in Bezug auf sein Gegenüber. 
In Wirklichkeit verkennen viele dieser oft krankhaft fanatischen Polit- Geister, dass sie aber die selben Methoden wie diejenigen anwenden (mit genügend Unterstützern auch anwenden würden), wie die, die wir im Geschichtsunterricht zurecht Nazis und Kommunisten nannten. 

Wir lassen hier und heute deshalb „Verbrecher, Verlierer, Stalin und der Führer“ aus dem Sack. Ein sicher sehr provokanter Titel mit bewusst spitzen Worten. 

Aber hey, wer für seine Ideale, für das Erreichen seiner Ziele, für Machtgebaren, die Rekrutierung und den blinden Aktionismus so dermaßen „über Stränge und Leichen“ geht, muss diesen Vergleich ertragen können. Ebenso, wer die Ungewollten, die Unbequemen, die Andersdenkenden an und hinter dunkle Ränder drängt.

Knüppelt mit diesem Video den ganzen Extremisten auf jeder Seite ihre Foren und Seiten voll. Es wäre schön, wenn ihr uns hier tatkräftig unterstützt. Sie werden es zwar nicht zugeben sich selbst darin zu erkennen, aber wer weiß? Unterbewusst passieren manchmal Dinge, die wir oberflächlich anfangs gar nicht so erkennen. Manches dauert eben seine Zeit. 

Viel Spaß mit „Verbrecher, Verlierer, Stalin und der Führer“. Unsere Ode gegen all die Ideolgie- Extremsportler.

Hier geht`s zur Premiere (Freitag 19:30 Uhr): KLICK
Hier kann man den Song ab Do/Fr Nacht streamen/downloaden: KLICK

Frei.Wild

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