Menü BlogReStart Frei.Wild - Krise, Krieg, Kritiker und Kollegen, leckt uns alle am Arsch !
Teile diese Seite

ReStart Frei.Wild - Krise, Krieg, Kritiker und Kollegen, leckt uns alle am Arsch ! 19. Juni 2022

ReStart Frei.Wild - Krise, Krieg, Kritiker und Kollegen, leckt uns alle am Arsch !
Teile diese Seite

Ihr wisst es wahrscheinlich nicht, aber der 30.12.2019 war ein in der Tat etwas eigenartiger Tag für uns. Wir möchten euch hier echt keinen Scheiß erzählen,

aber damals am frühen Morgen des 30.12.2019, ziemlich genau als wir aus den Bussen in den Cateringbereich kamen, ahnten wir, dass diese Show eine ganz besondere werden würde. 

Ja, es war der Tag, unseres vorerst letzten Konzertes. Ja, denn bis auf eine zeitlich noch nicht definierte Pause, war in unserer Konzertwelt erstmal rein gar nichts mehr zu finden. Alle Kalender glänzten durch weißes, unbeschriebenes, tintenfreies Papier. Leute, vielleicht klingt das jetzt alles etwas an den Haaren herbeigezogen, aber irgendwas in uns hat uns an diesem 30.12. wirklich die ganze Zeit über beschäftigt. Eine gewisse Unsicherheit, jetzt erstmal alles auf Null zu setzen, setzen zu müssen. Sowas wie über mehrere Monate auf Nightliner-Leben verzichten zu müssen, nicht den neugierigen Rauch der Anspannung des Vorverkaufs, der Tourvorbereitung, des Wiedersehens verspüren zu können, hatte in dem ein oder anderen an diesem Tag in Stuttgart durchaus am Nervenkostüm genagt. 

Was wenn die Pause doch keine so gute Idee war? Was, wenn einem von uns irgendwas Schlimmes passiert und es in diesem Falle das sogar wirklich letzte Konzert überhaupt werden würde? Hätten wir es dann nicht noch größer aufblasen sollen? Mit Vorbands und fetter Aftershowparty vielleicht? Man weiß ja nie, aber das Wort „vorerst“ ist nicht gerade der Begriff, der für Planungssicherheit und Vorfreude auf die Zukunft steht. Zumindest nicht für eine Band, die über 20 Jahre lang wirklich von der Leidenschaft getrieben und von der Sehnsucht gejagt war. Eigentlich wirklich permanent, wenn man zurückdenkt.

Kurzum, wir führten tatsächlich tiefgehende Gespräche über einen etwaigen Plan B, über vielleicht doch sinnvolle Projekte, über zweite Standbeine, die wir uns in eben genau dieser gefühlt schon damals unvorstellbaren langen Zeit aufstellen könnten, vielleicht auch aufstellen müssten. Irgendwie, und das ist die pure Wahrheit, war unser Raum von einem etwas unguten Gefühl gefüllt, das sich nicht wirklich beschreiben lässt. Es war, zumindest für einige Stunden lang, kein solches, das uns vertraut vorkam. Irgendwas sagte uns, dass dieses Stuttgart Konzert für sehr lange Zeit das letzte sein würde.

Und so kam es dann auch. Zuvor aber wollten wir die Show in jeder einzelnen Sekunde genießen, den Hallengeruch einatmen, mit nach Hause nehmen. Nach Hause, diesem Ort, der fortan für gefühlt eine halbe Ewigkeit unser so ziemlich einziger Ort unserer musikalischen Anwesenheit werden würde. Ohne Schall und Rauch, ohne Lichter und Live-Emotion, ohne das was uns bisher die größte Freude an unserer Band beschert hatte. Ja, unsere Antennen hatten Recht behalten, bis heute unerklärlich bis nicht nachvollziehbar, eines aber ist seitdem wirklich passiert. Die Welt, sorry, ihr, wir alle, erleben gerade eine Zeit, in der alles etwas geschüttelt, gerührt, naja, eben etwas neu und nicht wirklich besser als vorher schmeckt, oder? 

Und genau deshalb ist es Zeit für einen Angriff nach vorne. Endlich sitzen wir wieder konstruktiv zusammen, versuchen unsere aber auch die Sorgen von allen anderen auszublenden um über den Frei.Wild Re-Start zu sprechen. Wir krempeln die Ärmel hoch, schnitzen an Ideen, proben, tüfteln, planen und wir organisieren. Nach knapp 2,5 Jahren geht es wieder los und mal ehrlich, schwerer könnte die Zeit wie grad eben nicht sein. Die Gründe hierfür liegen alle auf der Hand, trotzdem werden wir auf alle Schwierigkeiten die das Kack-Corona, der Krieg, die Inflation und der ganze Rest dieser Scheiße nun mal mit sich bringt. Gut für das Gefühl und noch besser „JETZT ERST RECHT“-Gefühl ist, dass es nicht nur uns so geht, sondern der gesamte Branche weltweit. Klingt nicht sonderlich nett, aber wir möchten euch auch nicht belügen, geteiltes Leid ist eben halbes Leid.

Wir möchten euch an dieser Stelle eine Sache sagen: 

DANKE für schlichtweg alles. Egal ob es eure tausenden Besuche bei uns im Shop oder im Imbiss waren. Egal ob es euer grenzenloser Support bei unseren Alben, unserem Merch, unseren Touren, letztlich auch eure Hilfe in Zeiten von Medienschlachten, bei Frontalangriffen anderer Bands oder der gefühlt ganzen Branche war. Ihr alle habt aus dieser Band das gemacht, auf das wir unendlich stolz sind. Ihr habt uns die Möglichkeit geschenkt, unsere vor 20 Jahren begonnene Leidenschaft, zusammen Musik zu machen, zu unserem Beruf werden zu lassen. Ihr habt uns gezeigt, dass sich ein Leben unter Dauerbeschuss von allen Seiten, trotzdem mit voller Freude, mit voller Zufriedenheit, mit voller Überzeugung seinem Herzen gefolgt zu sein, leben lässt. Ein Teil von Frei.Wild zu sein, fühlte sich jedenfalls noch nie besser als jetzt an, wir spüren den Wind, die Lust, jetzt und trotz aller düsteren Prognosen der Musikbranche, auf Angriff zu setzen. Wir lassen jetzt alles kommen wie es kommt und erwarten uns nur eines:
Das wir Gas geben und vor allem voller Freude nach vorne schauen.

Wir alle werden uns genau wie immer, nicht mehr und nicht weniger, auf unsere Denkweisen, unsere Lieder, unsere Partner, unsere Antennen, unser Können und unsere heute noch größer gewachsene Freundschaft verlassen. Und wie gesagt, weiter immer weiter machen. Wie immer gänzlich ohne Zwang, ganz ohne Ängste, ohne Sorge unseren eh schon kaputten Ruf zu riskieren. Ganz ohne irgendwem zu passen oder gefallen zu müssen. Kurz, wir fühlen uns freier als je zuvor und werden Frei.Wild ab sofort vielleicht noch intensiver leben als je zuvor. Und genau deshalb wird die bevorstehende Zeit, werden unsere anstehenden Shows, genau das werden, was sich Frei.Wild in 1000%er Bestform nennt.

Welt, Krieg und Sorgen, leckt uns am Arsch - wir machen das Beste draus.
Branche, Kritiker und Kollegen, leckt uns alle am Arsch, wir brauchten euch bisher nicht und in Zukunft schon mal gar nicht. 

Die Freundschaft, die Aufrichtigkeit, die Liebe zu euch und unser aller Leidenschaft werden die Zukunft genauso meistern, wie es sein soll. Darauf vertrauen wir. Mehr wollen wir nicht, mehr steht uns auch nicht zu.
Von dem her, Frei.Wild Re-Start - wir legen die Schalter auf Angriff und freuen uns auf alles was kommt!

Wie immer gilt, sei dabei wann immer es dir geht. Und genieße mit uns die allerbeste Zeit, die wir mit dir gemeinsam erleben möchten. 
Alpen Flair, egal wo, vor allem aber unsere 20 Jahre Frei.Wild im fetzevollen Stadion Dresden wäre DIE allerbeste Möglichkeit dazu. Mach dich auf. In genau 14 Tagen fällt der Vorhang und wir alle feiern unser allerbestes Leben frei von irgendwas, das die Welt nicht braucht!

Jonas, Zegga, Föhre und Philipp

  • #alpen-flair
  • #stadionshow
  • #dresden
Teile diese Seite
Frei.Wild Supporters Club e. V.